Einsatz von Lasthebemagneten im Schrägzug

Erhöhte und unkalkulierbare Gefahr durch Schrägzug bei Lasthebemagneten

  • Lasthebemagnete sind i.d.R. ausschließlich für den senkrechten/geraden Zug berechnet, ausgelegt und zugelassen. Das Tragfähigkeitsdiagramm auf dem Lasthebemagneten bezieht sich somit allein auf diese Einsatzart sofern in der Betriebsanleitung nicht explizit etwas anderes vorgegeben ist.  
  • Tritt ein Schrägzug beim Anschlagen mit Lasthebemagneten auf (Abb. 1), besteht eine hohe und unkalkulierbare Gefahr für den Anwender durch einen Lastabsturz!

Abb. 1: Achtung Schrägzug

Was passiert beim Schrägzug mit Magneten?

Bei Schrägzug wirken auf den Lasthebemagnet hohe seitliche Kräfte, die die zugelassene Tragfähigkeit des Magneten überschreiten. Das Abreißen des Lasthebemagneten vom Werkstück während des Hebevorgangs kann die Folge sein!

Wann tritt gefährlicher und unkalkulierbarer Schrägzug auf?

  • Der Lasthebemagnet ist nicht im Lastschwerpunkt bzw. nicht direkt unterhalb vom Kran positioniert. Die Last kippt und es entsteht Schrägzug (und Dynamik beim Kippen). 
  • Bei Dynamik, die durch schnelles Anfahren, Vibrationen und Schwingungen während des Anschlagens/des Transportes entsteht. Dynamik kann beispielsweise durch Schwingungen im Kransystem ausgelöst werden. Oder beim Transport von dünnen Blechen, die zu vibrieren beginnen können.
  • Beim Anschlagen von mehreren Lasthebemagneten gleichzeitig mit mehrsträngigen Kettengehängen (Abb. 2). Durch die 1-Punkt-Aufhängung des Kettengehänges entsteht für die Lasthabemagnete Schrägzug in Richtung Zentrum des Gehänges. Diese wollen in die Mitte rutschen.

Abb. 2 und 3

Tipp:

Was ist zu tun, wenn mehr als EIN Lasthebemagnet verwendet werden muss?
Die Werkstückabmessungen überschreiten die maximal zugelassene Länge/Breite, sodass das Werkstück (die Last) sich beim Anschlagen durch das Eigengewicht biegt. Ein Einsatz von mehr als einem Lasthebemagneten wird durch den Einsatz einer Traverse (Abb. 3) möglich oder mit dual-gesteuerten Kränen.

Maßnahmen für sicheres Anschlagen mit PFEIFER – Lasthebemagneten

  • Achten Sie darauf, den Lasthebemagnet im Lastschwerpunkt zu positionieren.  
  • Schlagen Sie nie mehrere Lasthebemagnete mit einem Mehrstrang-Kettengehänge an!
  • Arbeiten Sie bei Nutzung von mehr als einem Lasthebemagneten gleichzeitig, nur mit Traverse oder dual-gesteuerten Kranen um den geraden Zug zu gewährleisten. Verwenden Sie beispielsweise die HIT-GREEN Lasthebemagnettraverse für sicheres und komfortables Handling (Abb. 4)!
  • Vermeiden Sie in jedem Fall Dynamik durch schnelles Anfahren, Vibrationen und Schwingungen während des Anschlagens/des Transportes! 
  • Machen Sie sich vor dem Einsatz mit Typenschild und Betriebsanleitung vertraut.

Ausnahmen

  • Lasthebemagnete unserer TML-Reihe 100 kg und 500 kg können im Einstrang-Gehänge entsprechend reduzierter Tragfähigkeitsangaben mit Schrägzug bis 90°(0–90°) belastet werden. (Abb.5)
  • HIT-GREEN S Lasthebemagnete können mit einer Schleppöse bei 90° (nur 90°) im Einstrang-Gehänge eingesetzt werden entsprechend reduzierter Tragfähigkeitsangaben (Abb. 6)

Abb. 4   Abb. 5 Abb. 6: HIT-GREEN S mit Schleppöse

 

 

Fazit

 

 

  • Ob und inwieweit Ihr Lasthebemagnet für einen Einsatz bei Schrägzug zugelassen ist entnehmen Sie bitte der jeweiligen Betriebsanleitung. Grundsätzlich ist der Einsatz von Lasthebemagneten in einem Mehrstrang-Kettengehänge nicht erlaubt.
  • Keine allgemeinen Faustformeln für Schrägzug verwenden, sondern ausschließlich mit gesicherten Angaben des Herstellers arbeiten.


Mehr zu Lasthebemagneten von PFEIFER finden sie hier.

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